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Auf dem Weg nach Bunbury

Der erste Weg führt uns nicht aus der Stadt heraus, sondern zu Aldi. Japp, zu Aldi. Gibt es hier seit einigen Jahrzehnten. Unsere Verwandten haben uns bereits vor knapp zwanzig Jahren erzählt, dass die eingesessenen Lebensmittelhändler Angst vor Aldi-Preisen haben. Ehrlicherweise muss man anerkennen, dass Aldi Australia vergleichbare Preise mit Edeka und Rewe bei uns in Deutschland hat. Zu den anderen Händlern möchte ich dann nicht zwangsläufig gehen… Werden wir aber spätestens müssen (Woolworth und Einzelhandel), wenn wir im Outback ankommen. Interessanterweise sind die Markennamen bei Aldi identisch zu unseren, jedoch steht hier sehr oft „(proudly) made in Australia“ dabei. Aber selbst das Ampelprinzip an den Kassen ist identisch.Also kein Problem.Nachdem wir uns (gefühlt) für den Weltuntergang vorbereitet haben (wir würden min. 2 Jahre im Outback überleben) 🙂 schmeissen wir „Gentleman – different places“ an und lassen uns aus der Stadt in Richtung Süden treiben.Gar nicht so einfach, links zu fahren. :-)Zwar verwechsle ich nicht Blinker und Scheibenwischer (den hab ich noch gar nicht gefunden), jedoch ertappe ich mich regelmäßig dabei, wie ich mich an der linken Fahrbahnmarkierung orientieren will, was zu einem bunten Gemisch aus Brummton (Reifen auf eben selbiger Markierung) und panischem Geschrei von links (Beifahrerin) führt. Das erste Mal ein Schock, danach recht lustig. Ich muss mich zusammenreißen, das nicht zu häufig zu machen.Neben dem Highway blüht das Leben, wir sind ja schließlich an der Westküste. Also Schafe, Pferde und Rinder, eine wahre Pracht einheimischer Artenvielfalt…Dazwischen gibt es jedoch auch Kängurus, Liarbirds, Pelikane, Wellensittiche, Roadtrains (naja, erst einer und der noch nicht erwachsen).Da soll noch einer sagen, die Australier haben keinen Sinn für ihre Umwelt.Sollte jemand auf die Idee kommen, auf einem Wal zu reiten, wären 10.000 Dollar als Reserve nicht schlecht. Die Strafe ist enorm. Gut, dafür muss man dem Wal ja auch begegnen, was nicht so leicht sein dürfte… :-)Hab ich jedoch Atommüll oder benötige ich Holz, sind die Australier nicht so engstirnig. Das eine wird im Outback offen gelagert, dass Andere haben sie bereits zu 90% vernichtet. Aber was soll’s, das Land ist ja groß, das fällt nicht auf.Nach zwei Stunden Fahrt kommen wir in Bunbury an und bekommen kurz vor der Abenddämmerung – hier ist es kurz nach Sonnenuntergang dunkel – Plätze auf einem Campingplatz. Jetzt heißt es auspacken und einräumen. Abendbrot machen und dann ab ins Bett. Es ist bereits Mitternacht durch, als auch die letzten beiden Weltenbummler die Augen schließen (Kleiner Kraushaar und sein Bruder Nummer 3 von 4).Hmm, bei einem tatsächlichen Weltuntergang hätten wir ein Problem, zwei ganze Brote sind bereits verschwunden. Zum Glück gibt es auch in Bunbury einen Aldi und so können wir unsere Vorräte bestimmt morgen, ähh, heute, auffüllen.

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